Welche Open Source Software setzten Russland, China, Nordkorea und Iran ein?

Beim Abendessen heute Abend kam bei uns plötzlich die Frage auf, ob wir herausfinden, welches Betriebssystem und welche Office-Suite sanktionierte, nicht-westliche Länder denn eigentlich einsetzten und wie strategisch diese Länder denken und handeln?

Der Grund für diese Idee war die Aussage meiner Schwester, dass eine Partnerfirma ihrer Firma ein NextCloud Projekt gestartet hatte, als US Präsident Donald Trump diesen Frühling amok lief und sich mal kurzerhand Grönland und Kanada einverleiben wollte. Das NextCloud Projekt ist aber jetzt wieder eingeschlafen, da sich die Wogen etwas geglättet haben… Die Frage, ob die Sanktionen gegen den IStGH [ Sekundärquelle, Primäquelle ] nicht ein Grund wären, das Projekt weiter zu verfolgen, wurde leider nicht gestellt.

KI Prompt

Wie haben wir gepromptet? Folgender Prompt wurde in verschiedene KI’s gekippt:

Die Länder Russland, China, Nordkorea und Iran stehen unter westlichen Wirtschaftssanktionen.

Welche Betriebssysteme setzen staatliche Stellen und wirtschaftliche Unternehmen in diesen Ländern ein?

Gibt es eine strategische Ausrichtung hin zu Open Source in diesen Ländern?

Welche Office Produkte werden verwendet?

Mit Quellenangabe.

Und hier habe ich festgehalten, was die KI’s darauf geantwortet haben…

Google (Gemini 3)

In den sanktionierten Ländern Russland, China, Nordkorea und Iran gibt es eine klare, staatlich verordnete strategische Ausrichtung hin zu Open Source (vor allem Linux-basierten Systemen). Das primäre Ziel ist digitale Souveränität, um die Abhängigkeit von westlicher Software (insbesondere Microsoft Windows) zu beenden und Spionage- oder Blockaderisiken zu minimieren. [ 1, 2, 3 ]

Hier ist die detaillierte Übersicht über die eingesetzten Betriebssysteme und Office-Produkte pro Land:

🇷🇺 Russland

  • Betriebssysteme: Staatliche Stellen, das Militär und kritische Infrastrukturen (wie Gazprom oder die russische Bahn) setzen massiv auf Astra Linux (ein Debian-Derivat). Es besitzt einen Marktanteil von über 76 % im staatlichen Sektor. Weitere zugelassene Linux-Distributionen sind ALT Linux und Red OS. [ 4, 5 ]
  • Office-Produkte: Standardmäßig wird das quelloffene LibreOffice mitgeliefert. Als kommerzielle, russische Alternative ist zudem MyOffice (MoiOfis) weit verbreitet, um Microsoft Office zu ersetzen. [ 6, 7 ]

🇨🇳 China

  • Betriebssysteme: China treibt das harte Moratorium voran, US-Technologie vollständig zu verbannen. Im August 2026 wies das Ministerium für Staatssicherheit Behörden an, selbst modifizierte Windows-Versionen vorzeitig zu deinstallieren. Eingesetzt werden primär das staatlich geförderte Kylin OS / openKylin  (Linux-basiert) sowie das Unity Operating System (UOS / Deepin). [ 2, 8 ]
  • Office-Produkte: Dominierend im staatlichen und wirtschaftlichen Sektor ist WPS Office des chinesischen Herstellers Kingsoft, das eine sehr hohe Kompatibilität zu Microsoft Office aufweist, aber lokal kontrolliert wird. [ 9, 10 ]

🇰🇵 Nordkorea

  • Betriebssysteme: In Nordkorea wurde bereits 1998 mit der Entwicklung des staatseigenen  Red Star OS  begonnen. Es basiert auf Fedora (Linux), wurde optisch in Version 3.0 stark an Apples macOS angepasst und enthält tiefe Überwachungs- und Watermarking-Mechanismen zur Inhaltskontrolle. Obwohl im Hintergrund teils noch illegale Windows-Kopien laufen, ist Red Star OS das offizielle System für Behörden.
  • Office-Produkte: Es wird eine staatlich modifizierte Version von OpenOffice namens Sokwang verwendet. [ 11, 12, 13, 14, 15, 16 ]

🇮🇷 Iran

  • Betriebssysteme: Der Iran hat historisch versucht, mit Zamin ein nationales Linux-Betriebssystem zu etablieren. Behörden und Unternehmen nutzen heute stark angepasste, lokale Linux-Distributionen (wie Parch Linux oder PersiaOS). Strenge Richtlinien verbieten in vielen staatlichen Büros den Einsatz von Windows.
  • Office-Produkte: Da US-Software aufgrund von Sanktionen weder legal erworben noch aktualisiert werden kann, greifen iranische Stellen flächendeckend auf LibreOffice und ältere OpenOffice-Derivate zurück. [ 3, 17, 18, 19, 20, 21, 22 ]

📊 Zusammenfassende Übersicht

Land Primäres Betriebssystem (Staat/Wirtschaft) Strategischer Fokus Genutztes Office-Produkt
Russland Astra Linux (Debian-Basis) Ersatz von Windows im Militär & Behörden LibreOffice / MyOffice
China Kylin OS / openKylin / UOS Totale IT-Unabhängigkeit vom Westen bis Ende 2026 WPS Office
Nordkorea Red Star OS (Fedora-Basis) Isolation, Zensur und lückenlose Eigenüberwachung Sokwang (modifiziertes OpenOffice)
Iran Lokale Linux-Systeme (PersiaOS u.a.) Autonomie durch lokale Infrastruktur gegen digitale Blockaden LibreOffice / OpenOffice

DuckDuckGo (GPT-5.6 Luna)

Kurzfazit

In allen vier Ländern gibt es Bestrebungen, die Abhängigkeit von westlicher Software zu verringern. Das bedeutet jedoch nicht automatisch eine konsequente Umstellung auf freie Open-Source-Software:

  • Russland: am weitesten fortgeschrittene staatliche Umstellung auf nationale, meist Linux-basierte Systeme.
  • China: langfristige und strategisch sehr umfassende Förderung eigener Betriebssysteme, Prozessoren und Open-Source-Ökosysteme.
  • Nordkorea: eigenes Linux-basiertes System, aber geringe Transparenz und vermutlich weiterhin erhebliche Windows-Nutzung.
  • Iran: Bestrebungen zur digitalen Autarkie, aber keine vergleichbar klar dokumentierte und breit eingesetzte nationale Desktop-Linux-Strategie.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Linux-basiert, Open Source und staatlich kontrolliert. Ein Linux-Kernel oder offene Komponenten machen ein Gesamtprodukt wie Astra Linux, Kylin oder Red Star OS nicht vollständig frei oder offen.

Vergleich

Land Betriebssysteme staatlicher Stellen Betriebssysteme in Unternehmen Strategische Open-Source-Ausrichtung Office-Produkte
Russland Astra Linux, ALT Linux, RED OS, teils Aurora OS; weiterhin Windows in Übergangs- und Altsystemen Astra Linux, ALT Linux, RED OS, Windows; Linux vor allem in kritischer Infrastruktur und staatsnahen Unternehmen Stark: digitale Souveränität, Importsubstitution und staatliche Bevorzugung russischer Software MyOffice, R7-Office, teilweise LibreOffice; weiterhin Microsoft Office und piratisierte/alte Installationen
China Kylin/NeoKylin, openKylin, UOS, teils Fangde und weitere zertifizierte Systeme; Windows noch in Bestandsumgebungen Kylin, UOS, Linux-Server; Windows, macOS und Android weiterhin weit verbreitet Sehr stark auf politischer und industrieller Ebene; Open Source als Mittel zur technologischen Unabhängigkeit, aber nicht als völlige Abkehr von proprietärer Software WPS Office sehr verbreitet; Microsoft Office, UOS Office bzw. lokale Office-Produkte, LibreOffice in bestimmten Szenarien
Nordkorea Red Star OS; vermutlich auch Windows und Linux in einzelnen Einrichtungen Red Star OS, Windows, Linux; genaue Verteilung unbekannt Begrenzte, staatlich kontrollierte Nutzung offener Komponenten; kein transparentes internationales Open-Source-Modell Sogwang Office bzw. angepasste OpenOffice-Komponenten, früher auch Uri/„We“ Office; vermutlich Microsoft Office in manchen Umgebungen
Iran Überwiegend Windows; Linux in Servern, Hochschulen, technischen und sicherheitsnahen Bereichen; historische nationale Linux-Projekte wie Zamin Vor allem Windows; Linux/Unix in Servern, Telekommunikation, Forschung und spezialisierten Systemen Politisches Ziel der digitalen Unabhängigkeit vorhanden, aber konkrete breite Open-Source-Desktopstrategie nur schwach belegt Microsoft Office sehr verbreitet; LibreOffice/OpenOffice und möglicherweise lokale bzw. nicht standardisierte Produkte

Russland

Betriebssysteme

Russische Behörden und staatsnahe Unternehmen setzen zunehmend auf einheimische Linux-Distributionen:

  • Astra Linux: Debian-basiertes System von RusBITech/Astra. Es wurde ursprünglich für Militär, Nachrichtendienste und sicherheitskritische staatliche Systeme entwickelt. Es existieren Varianten für allgemeine Nutzung und für besonders geschützte Informationen.
  • ALT Linux: eine weitere russische Linux-Familie, die unter anderem in staatlichen Unternehmen und kritischer Infrastruktur eingesetzt wird.
  • RED OS: russische Linux-Distribution für Behörden und Unternehmen.
  • Aurora OS: mobiles, russisches Betriebssystem, das unter anderem für staatliche und industrielle mobile Anwendungen relevant ist.
  • Windows: weiterhin in vielen Unternehmen und Behörden vorhanden, insbesondere in Altbeständen, bei nichtkritischen Arbeitsplätzen und überall dort, wo Fachanwendungen eine Migration erschweren.

Astra Linux wird in sicherheitsrelevanten staatlichen Bereichen eingesetzt und gilt als einer der wichtigsten Kandidaten für den Ersatz von Windows. Russische Vorgaben zielen darauf, kritische Infrastruktur bis zum Ende des Jahrzehnts von ausländischen Betriebssystemen und Programmen unabhängiger zu machen. Die tatsächliche Durchdringung ist allerdings schwer exakt zu messen; Ausschreibungen und politische Zielvorgaben sind nicht mit einer vollständigen praktischen Umstellung gleichzusetzen. [ 1, 2, 3 ]

Open Source und strategische Ausrichtung

Russland verfolgt klar eine Strategie der digitalen Souveränität:

  1. Verringerung der Abhängigkeit von Microsoft, Apple und westlichen Cloud-Anbietern.
  2. Aufbau eigener Betriebssysteme und eigener Hardwareplattformen.
  3. Bevorzugung russischer Software in öffentlichen Ausschreibungen.
  4. Nutzung von Linux und offenen Komponenten als technologische Basis.

Das Motiv ist aber primär Souveränität und Kontrolle, nicht ausschließlich die Förderung einer offenen Entwicklergemeinschaft. Russische Distributionen enthalten zwar zahlreiche Open-Source-Komponenten, werden aber als staatlich zertifizierte und teilweise proprietär ergänzte Gesamtprodukte entwickelt. [ 1, 2, 3 ]

Office-Produkte

Die wichtigsten einheimischen Alternativen sind:

  • MyOffice: russische Office- und Kollaborationsplattform für Textverarbeitung, Tabellen, Präsentationen und Cloud-Zusammenarbeit.
  • R7-Office: russische Office-Suite, die ausdrücklich für Behörden, Unternehmen und kritische Infrastruktur vermarktet wird.
  • LibreOffice/OpenOffice: in einzelnen Organisationen und bei Linux-Migrationen relevant.
  • Microsoft Office: weiterhin in vielen Unternehmen und auf Bestandsrechnern vorhanden, auch wenn Lizenzen, Updates und Support problematischer geworden sind.

R7-Office ist in das russische Software-Register aufgenommen und unterstützt sowohl Microsoft-Formate wie DOCX, XLSX und PPTX als auch ODF. Es läuft unter anderem auf Astra Linux, RED OS und ALT Linux. [ 27, 28 ]

China

Betriebssysteme

China verfolgt eine besonders breit angelegte Strategie eigener Betriebssysteme:

  • Kylin Linux beziehungsweise Galaxy Kylin: eine der bekanntesten staatlich geförderten Linux-Familien.
  • NeoKylin: Variante für Behörden, Verteidigung, Energie und andere strategische Branchen.
  • openKylin: offen entwickeltes Kylin-Projekt.
  • UnionTech UOS: kommerzielles chinesisches Desktop- und Serverbetriebssystem, das in staatlichen und industriellen Umgebungen eingesetzt wird.
  • Fangde und weitere lokale Systeme: ebenfalls Teil des chinesischen „secure and reliable“- beziehungsweise heimischen IT-Ökosystems.
  • Windows: weiterhin sehr verbreitet, insbesondere in Unternehmen, bei internationalen Geschäftsbeziehungen und bei Anwendungen mit starker Microsoft-Abhängigkeit.
  • Android und lokale mobile Plattformen: im mobilen Bereich besonders wichtig; daneben baut China eigene Alternativen und Ökosysteme auf.

Kylin wurde zunächst für militärische und staatliche Zwecke entwickelt und später auf Linux-Basis weitergeführt. In China gibt es inzwischen mehrere zugelassene beziehungsweise bevorzugte heimische Betriebssysteme; es handelt sich daher nicht um einen einzigen nationalen Standard. [ 10, 13, 14 ]

Open Source und strategische Ausrichtung

China verfolgt eine sehr starke strategische Förderung von Open Source, jedoch unter staatlicher und industrieller Steuerung. Open Source soll unter anderem:

  • die Abhängigkeit von US-amerikanischen Technologieunternehmen reduzieren,
  • die Entwicklung eigener Prozessor- und Betriebssystemplattformen unterstützen,
  • die Kontrolle über sicherheitskritische Komponenten verbessern,
  • lokale Entwickler, Universitäten und Unternehmen vernetzen,
  • offene Standards und heimische Softwareökosysteme fördern.

Die chinesische Politik behandelt Open Source nicht nur als Kosten- oder Lizenzmodell, sondern als Bestandteil der Industrie- und Sicherheitspolitik. Gleichzeitig werden eigene proprietäre Produkte wie UOS und WPS Office gefördert. China strebt also eher eine chinesisch kontrollierte, technologisch eigenständige Softwarelandschaft an als eine vollständig gemeinwohlorientierte Open-Source-Struktur. [ 13, 14 ]

Office-Produkte

  • WPS Office von Kingsoft ist das wichtigste chinesische Office-Produkt und sowohl bei Privatnutzern als auch in Unternehmen und Behörden stark verbreitet.
  • Microsoft Office wird weiterhin genutzt, insbesondere dort, wo internationale Kompatibilität, Makros oder bestehende Unternehmensprozesse entscheidend sind.
  • LibreOffice/OpenOffice spielen eine kleinere Rolle, vor allem in Linux- und Bildungsumgebungen.
  • Für Kylin- und UOS-Systeme existieren angepasste beziehungsweise integrierte lokale Office-Lösungen.

WPS Office unterstützt die Microsoft-Formate DOCX, XLSX und PPTX und ist für Windows, Linux, macOS, Android und weitere Plattformen verfügbar. [ 19 ]

Nordkorea

Betriebssysteme

Das bekannteste nordkoreanische System ist:

  • Red Star OS: ein Linux-basiertes Betriebssystem des Korea Computer Center.
  • Naenara: ein angepasster Browser für das nordkoreanische Intranet Kwangmyong.
  • Android-basierte Systeme: auf verschiedenen nordkoreanischen Smartphones und Tablets.
  • Windows und teilweise gewöhnliche Linux-Systeme: Berichte und technische Untersuchungen deuten darauf hin, dass Windows außerhalb besonders kontrollierter beziehungsweise repräsentativer Bereiche weiterhin eingesetzt wird.

Red Star OS basiert auf einem Linux-Kernel und enthält angepasste KDE- und Firefox-Komponenten. Das System ist jedoch kein vollständig offenes Projekt: Es enthält freie Komponenten, wird als Gesamtprodukt aber staatlich kontrolliert und ist nicht mit einer transparenten internationalen Open-Source-Distribution vergleichbar. [ 6, 7, 9 ]

Open Source und strategische Ausrichtung

Nordkorea nutzt Open Source vor allem pragmatisch:

  • Linux bietet eine technisch brauchbare Grundlage ohne Abhängigkeit von westlichen Lizenzen.
  • Der Quellcode und freie Komponenten können lokal angepasst werden.
  • Das System kann an koreanische Sprache, nationale Begriffe und das abgeschottete Intranet angepasst werden.
  • Sicherheits- und Überwachungsfunktionen können zentral integriert werden.

Die strategische Zielsetzung lautet daher eher technologische Selbstständigkeit und Informationskontrolle als Förderung einer offenen Softwaregemeinschaft. Es gibt keine belastbare Evidenz für eine breit angelegte, transparent dokumentierte Open-Source-Politik nach westlichem Community-Modell. [ 6, 7, 9 ]

Office-Produkte

Red Star OS enthält eine eigene Office-Umgebung:

  • Sogwang Office: angepasste OpenOffice-Komponenten.
  • Frühere Versionen enthielten Office-Programme unter Bezeichnungen wie Uri Office beziehungsweise „We“ Office.
  • Zusätzlich können, je nach Einrichtung, Microsoft-Programme und andere Linux-kompatible Anwendungen eingesetzt werden.

Die Verbreitung und aktuelle Version dieser Produkte ist wegen der abgeschotteten Informationslage nur schwer verlässlich festzustellen. [ 6, 7 ]

Iran

Betriebssysteme

Für Iran ist die Quellenlage deutlich schlechter als für Russland, China oder Nordkorea. Es gibt keinen ähnlich klar dokumentierten, landesweit eingesetzten nationalen Desktopstandard.

Wahrscheinlich ist folgende Struktur:

  • Microsoft Windows: weiterhin das dominierende Desktop-Betriebssystem in Behörden, Hochschulen und Unternehmen.
  • Linux und Unix/Linux-Server: Nutzung in Telekommunikation, Forschung, Universitäten, technischen Einrichtungen und spezialisierten Infrastrukturen.
  • Parsix Linux und Sharif Linux: iranische Linux-Projekte, jedoch nicht automatisch staatlich verbindliche nationale Betriebssysteme.
  • Zamin: historisch berichtetes Projekt eines iranischen Linux-basierten nationalen Betriebssystems; eine aktuelle, breite und gepflegte Nutzung ist nicht ausreichend belegt.
  • Android und lokale mobile Plattformen: relevant für Smartphones und nationale Dienste.

Die verfügbare Dokumentation spricht gegen die Annahme, dass iranische Behörden und Unternehmen bereits flächendeckend auf eine eigene Linux-Distribution umgestellt hätten. [ 23 ]

Open Source und strategische Ausrichtung

Iran verfolgt zwar politische Ziele wie:

  • Aufbau eines National Information Network,
  • Verringerung der Abhängigkeit von ausländischen Internet- und Cloud-Diensten,
  • Entwicklung lokaler Plattformen,
  • Umgehung von Sanktionen und Exportbeschränkungen,
  • Ausbau eigener Rechen- und KI-Infrastruktur.

Das ist jedoch nicht dasselbe wie eine umfassend dokumentierte Open-Source-Strategie für Desktop-Betriebssysteme und Office-Software. Bei neuen nationalen Plattformen wird teilweise ausdrücklich auf offene beziehungsweise lokal kontrollierbare Software verwiesen. Die politische Stoßrichtung ist aber auch hier primär digitale Autarkie, nationale Kontrolle und Sanktionsresilienz. [ 15, 23 ]

Office-Produkte

Am wahrscheinlichsten ist folgende Verteilung:

  • Microsoft Office: weiterhin weit verbreitet, insbesondere wegen der Dominanz der Microsoft-Dateiformate.
  • LibreOffice/OpenOffice: dort, wo Linux, freie Software oder Kostenvermeidung eine Rolle spielen.
  • WPS Office: grundsätzlich verfügbar und technisch interessant, aber keine belastbare Quelle belegt eine dominierende staatliche Nutzung im Iran.
  • Lokale Office-Produkte: vorhanden oder punktuell entwickelt, aber nicht mit der Verbreitung und institutionellen Bedeutung von MyOffice/R7-Office in Russland oder WPS Office in China vergleichbar.

Gesamtbewertung

Die vier Länder verfolgen keine identische Open-Source-Strategie:

  1. Russland nutzt Open Source vor allem als Basis für staatlich kontrollierte, nationale Ersatzprodukte. Die praktische Umstellung wird durch Sanktionen und Vorgaben beschleunigt.
  2. China baut ein vollständiges nationales Technologieökosystem auf: Betriebssysteme, Prozessoren, Cloud, Office-Software und Entwicklerplattformen. Open Source ist darin ein strategisches Werkzeug.
  3. Nordkorea verwendet Open-Source-Komponenten in einem abgeschotteten und zentral kontrollierten System. Transparenz und internationale Zusammenarbeit sind kaum vorhanden.
  4. Iran strebt digitale Unabhängigkeit an, hat aber bislang keine ähnlich klar nachweisbare und breit umgesetzte nationale Open-Source-Desktopstrategie.

Der wichtigste gemeinsame Trend ist somit nicht „alles wird Open Source“, sondern:

Westliche Abhängigkeiten sollen durch nationale oder regional kontrollierte Softwarestacks ersetzt werden, wobei Linux und andere Open-Source-Komponenten häufig als technische Grundlage dienen.

Open Source wird dabei mit proprietären, staatlich zertifizierten und teilweise geschlossenen Komponenten kombiniert.

Duck.ai 2nd Opinion (Gemma 4)

In den sanktionierten Ländern Russland, China, Nordkorea und Iran gibt es eine deutliche strategische Tendenz, westliche Software – insbesondere Produkte von Microsoft – durch eigene, meist auf Linux basierende Alternativen zu ersetzen. Diese Entwicklung wird primär durch Sicherheitsbedenken (Vermeidung von Hintertüren), den Wunsch nach technologischer Souveränität und die Notwendigkeit der Importsubstitution vorangetrieben [ 11, 17, 25 ].

In Russland ist Astra Linux das führende Betriebssystem für staatliche Stellen, das Militär und Geheimdienste sowie für große Staatsunternehmen wie Gazprom und Rosatom [ 11, 15 ]. Es basiert auf Debian und ist speziell für die Verarbeitung von geheimen Informationen zertifiziert [ 11, 22 ]. Weitere Alternativen sind RED OS und Aurora OS [ 11, 12 ]. Bei den Office-Produkten setzen russische Organisationen verstärkt auf MyOffice und R7-Office (ein für den russischen Markt angepasster Fork von ONLYOFFICE) [ 12, 13 ], während in einigen Behörden auch LibreOffice eingesetzt wird [ 15 ].

China verfolgt eine ähnliche Strategie mit dem Kylin-Ökosystem. Kylin OS (einschließlich Varianten wie NeoKylin) wird massiv in der staatlichen Verwaltung, im Militär und in kritischen Infrastrukturen eingesetzt und hält dort einen geschätzten Marktanteil von bis zu 90 % [ 17 ]. Während frühe Versionen auf FreeBSD basierten, sind neuere Versionen Linux-basiert [ 17 ]. Mit der Einführung von openKylin geht China zudem einen Schritt in Richtung eines offiziellen Open-Source-Desktop-Betriebssystems [ 18 ]. Als Standard für Office-Anwendungen ist WPS Office (von Kingsoft) in China weit verbreitet und oft vorinstalliert [ 18, 20 ].

Nordkorea nutzt als nationales Betriebssystem Red Star OS, das ebenfalls auf Linux basiert und eine stark lokalisierte Benutzeroberfläche mit nordkoreanischer Terminologie besitzt [ 21 ]. Die staatliche Softwarestrategie zielt hier fast vollständig auf die Unabhängigkeit von westlicher Technologie ab [ 19 ].

Im Iran ist die Situation fragmentierter, es gibt jedoch eine Vielzahl lokaler Linux-Distributionen wie Parsix, Sharif Linux oder Karamad Linux [ 23, 24 ]. Historisch gab es Projekte wie Zamin, um ein nationales Betriebssystem zu etablieren [ 22 ]. Im Bereich der Office-Software wurden in lokalen Distributionen wie Sharif Linux beispielsweise OpenOffice.org integriert [ 24 ].

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alle vier Länder Open Source (insbesondere den Linux-Kernel) als strategische Grundlage nutzen, um die Abhängigkeit von proprietärer US-Software zu beenden [ 17, 19, 25 ]. Dabei werden die Open-Source-Basen oft zu proprietären National-Versionen weiterentwickelt, die eine bessere staatliche Kontrolle und Sicherheit gewährleisten sollen [ 17, 22 ].

Kimi.ai (K3 (sagt Google AI))

IT-Landschaft in sanktionierten Staaten: Betriebssysteme, Open Source und Office-Produkte

1. Russland

Betriebssysteme:
Der zentrale Pfeiler ist Astra Linux, ein auf Debian basierendes Linux-System, das ursprünglich für Armee und Geheimdienste entwickelt wurde und Schutz bis zur Geheimhaltungsstufe „Streng geheim" bietet. Es ist offiziell vom Verteidigungsministerium und dem FSB zertifiziert und wird inzwischen auch in Bildungs-, Gesundheits- und Industriebetrieben wie Gazprom, Rosatom und der Russischen Eisenbahn (RZD) eingesetzt. [  1 ]
Astra kontrolliert inzwischen über 70 % des russischen OS-Marktes, ergänzt wird das durch ALT Linux (u.a. im Energienetz, Rostelecom beteiligt sich daran) und Aurora OS für mobile Geräte. [ 2 ]

Open-Source-Ausrichtung:
Deutlich ja. Die Kreml-Direktive verpflichtet alle Organisationen kritischer Infrastruktur, bis 2030 ausländische durch inländische Software und Hardware zu ersetzen – mit Milliardeninvestitionen (250 Mrd. Rubel 2026–2028). Nebenbei ist zu beachten: Die Nachfrage nach Raubkopien von Windows stieg massiv an, seit westliche IT-Firmen Russland verließen. [ 3 ]

Office-Produkte:

  • MyOffice („New Cloud Technologies", kontrolliert von Kaspersky) war als russischer Microsoft-Office-Ersatz positioniert – gerät aber 2025/26 in Existenznot: Verluste von 8,8 Mrd. Rubel, geschlossene Standorte, Entlassungen. [ 4 ]
  • R7-Office / OnlyOffice – auf LibreOffice basierend; beachtenswert ist, dass OnlyOffice kommerziell eng mit Russland verbandelt ist und europäische Regierungen davor zurückschrecken. [ 5 ]

2. China

Betriebssysteme:
Staatsnahe Einheiten müssen Windows 10 China Government Edition zugunsten inländischer Linux-Distributionen aufgeben – vorgezogen auf 2026 wegen „Datensicherheitsbedenken" (Bloomberg-Report, Ministrium für Staatssicherheit). Kandidaten: Kylin OS (Kylin Software, Staatskonzern China Electronics) und UOS (UnionTech, Deepin/Debian-Herkunft). [ 6 ]
Kylin/NeoKylin haben rund 90 % Marktanteil im chinesischen Regierungssektor; Kylin läuft auf Supercomputern (Tianhe) und über 24 Mio. Installationen bei 210.000 Kunden. [ 7, 8 ]
Zusätzlich wird HarmonyOS (Huawei) als PC- und IoT-Plattform aufgebaut und hat auf Mobilgeräten iOS in China bereits überholt. [ 9 ]

Open-Source-Ausrichtung:
Ja – China fördert gezielt Open Source als Souveränitätsinstrument: OpenKylin (erste offizielle Open-Source-Desktop-Distribution, Version 1.0), Ubuntu Kylin, Deepin und Community-Ökosysteme um Kylin V11 („Bedrock Architecture" auf openKylin-Basis). [ 10 ]

Office-Produkte:

  • WPS Office (Kingsoft) ist der dominante Office-Ersatz – proprietär, nicht frei für kommerzielle Nutzung, aber massiv in Verwaltungen und Unternehmen verbreitet. [ 11 ]
  • LibreOffice spielt kaum eine Rolle; stattdessen werden Cloud-Suites (Alibaba etc.) und WPS parallel geführt.

3. Iran

Betriebssysteme:
Der Staat hat mehrere Versuche eines „Nationalen Betriebssystems" gestartet. Am konkretesten war „Zamin" – ein Linux-basiertes System der Information Technology Organization und des Iran Telecom Research Centers, 2012 als Open Source veröffentlicht. Die Windows-Nutzung wurde per Direktive vom 9. September 2013 in Regierungsbüros verboten (Umstellung binnen 6 Monaten gefordert). [ 12 ]
In der Praxis gilt die Umsetzung als lückenhaft: „The available information remains patchy", Zamin ist als aktive Distribution kaum verifizierbar; private und viele betriebliche Rechner nutzen weiterhin Windows (oft lizenzierte bzw. ältere Versionen, da US-Sanktionen legale Lizenzkäufe unterbinden). [ 13 ]

Open-Source-Ausrichtung:
Formal ja – die „National Strategic Headquarters for Open Source Systems" wurde im Präsidialamt eingerichtet, und Projekte wie Zamin und frühere Distros (Parsix, Sharif Linux) zeigen strategische Absicht. Real durchgesetzt hat sich das vor allem im universitären und militärischen Bereich, weniger in der breiten Wirtschaft. [ 14 ]

Office-Produkte:
Hier sind die Daten dünn. Microsoft-Produkte sind sanktionsrechtlich stark eingeschränkt (US-Exportkontrolle, OFAC). In staatlichen Stellen dominieren Linux-Tools und lokale Klone; verbreitet sind zudem ältere Office-Versionen, LibreOffice sowie Web-basierte Lösungen – eine verlässliche, aktuelle Quellenlage zu einem spezifisch iranischen Office-Produkt existiert im Wesentlichen nicht.

4. Nordkorea

Betriebssysteme:
Red Star OS – eine staatliche Linux-Distribution des Korea Computer Center (KCC, Entwicklung seit 1998, erste Version 2008). Version 3 (2012) ist Fedora-basiert mit KDE-Oberfläche im macOS-Stil; Version 4 (2019) soll auf Ubuntu basieren. [ 15, 16 ]
Wichtig: In der Praxis dominiert Windows. Ein ehemaliger Dozent in Pjöngjang berichtete, die meisten Endnutzer-Rechner liefen mit Windows XP/7 und seien aus China importiert; Red Star wird eher als industrielles/überwachungstechnisches System eingesetzt. Das OS enthält Watermarking aller Dateien, versteckte „Antivirus"-Löschroutinen und Überwachungsfunktionen. [ 17 ]

Open-Source-Ausrichtung:
Nur instrumentell. Der Linux-Kernel wird als technische Basis genutzt, aber das System ist staatlich kontrolliert („takes the ‘open’ out of ‘open source’") – Open Source dient hier nicht als Freiheits-Community-Modell, sondern als kostenlose Technologiebasis für ein Überwachungssystem. [ 18 ]

Office-Produkte:
Red Star OS enthält eine eigene Office-Suite, „Sogwang Office" – ein OpenOffice-Klon mit eigenen Versionen von Word, Excel und PowerPoint. Dazu kommt der Firefox-Ableger „Naenara" für das Intranet Kwangmyong und Wine zur Ausführung von Windows-Programmen. [ 19 ]


Zusammenfassender Vergleich

Land Staats-OS Windows-Realität Office-Standard Open-Source-Strategie
Russland Astra Linux (70 % Markt) Parallel hohe Raubkopien-Nutzung MyOffice (kriselnd), R7/OnlyOffice Stark, gesetzlich verankert (Importsubstitution bis 2030)
China Kylin OS, UOS Windows im Privatsektor dominant WPS Office (proprietär) Stark, aber „Open Source mit chinesischen Merkmalen"
Iran Zamin (status unklar) Windows weiter verbreitet Lokal/Altbestände, keine klare Suite Angekündigt, schwach umgesetzt
Nordkorea Red Star OS Windows XP/7 (importiert) Sogwang Office Instrumentell: Linux als Überwachungsbasis

Gemeinsamer Nenner: Alle vier Länder nutzen Linux als technische Grundlage staatlicher IT-Souveränität – motiviert durch Sanktionen, aber mit unterschiedlicher Tiefe: Russland und China treiben echte Ökosysteme voran, Iran blieb bei Ansätzen stehen, Nordkorea nutzt Open Source primär als Kontrollinstrument.

ChatGPT (5.6 Luna)

Betriebssysteme, Open Source und Office in Russland, China, Nordkorea und Iran

Einordnung vor dem Hintergrund westlicher Wirtschaftssanktionen

Stand der Recherche: September 2026. Dieses Dokument fasst die recherchierten Aussagen zusammen. Bei Nordkorea und Iran ist die öffentlich verfügbare Datenlage deutlich schlechter als bei Russland und China; Aussagen zur tatsächlichen Verbreitung sind deshalb entsprechend vorsichtig zu lesen.

Land Staatliche Betriebssysteme / wichtige Systeme Wirtschaft Office Strategische Ausrichtung
Russland Astra Linux, Red OS, ALT Linux, ROSA Linux; teilweise weiterhin Windows Russische Linux-Distributionen zunehmend bei Staatsunternehmen; Windows/Linux gemischt R7-Office, MyOffice; teilweise LibreOffice Sehr stark: technologische Souveränität und Importsubstitution; Open Source als Basis, aber nicht zwingend als Lizenzmodell
China Kylin, openKylin, UOS sowie weitere Linux-basierte Systeme Kylin/UOS/Linux in strategischen Bereichen; Windows weiterhin vorhanden WPS Office; Microsoft Office teilweise weiterhin Sehr stark: nationale Technologie- und Lieferkettenautonomie; Open Source als wichtiger Baustein
Nordkorea Red Star OS, Linux-basiert Keine verlässlichen aktuellen Gesamtstatistiken; importierte Windows-/Android-/Apple-Technik existiert ebenfalls Sogwang Office / SGOffice; auf LibreOffice/OpenOffice basierend Sehr starke Autarkieorientierung; Open Source vor allem als technische Ausgangsbasis
Iran Linux und lokale Projekte wie Xamin; daneben weiterhin ausländische Systeme Windows/Linux/Android gemischt; aktuelle belastbare Marktstatistiken fehlen Microsoft Office weiterhin verbreitet; OpenOffice/LibreOffice als Alternativen Ja, aber deutlich weniger konsequent dokumentiert als Russland/China; lokale Software als Souveränitätsinstrument

1. Russland

Betriebssysteme. Russland ist eines der am weitesten institutionalisierten Beispiele für IT-Importsubstitution. Besonders relevant sind Astra Linux, Red OS, ALT Linux und ROSA Linux. Astra Linux wird im öffentlichen und sicherheitskritischen Bereich eingesetzt. Die russische Strategie zielt dabei nicht lediglich auf Linux, sondern auf einen nationalen Software-Stack.

Office. Die wichtigsten russischen Produkte sind R7-Office und MyOffice. Astra Linux dokumentiert die Kompatibilität mit MyOffice; R7-Office bietet Installations- und Updatepfade für Astra Linux. Die Kombination aus heimischem Betriebssystem und heimischer Office-Suite ist ein typisches Muster der russischen Importsubstitution.

Open Source. Die strategische Zielsetzung ist primär technologische Souveränität und Unabhängigkeit von ausländischen Herstellern. Open-Source-Komponenten, insbesondere Linux, sind dafür eine wichtige technische Grundlage. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle staatlich geförderten Produkte Open Source sein müssen: R7-Office und MyOffice sind Beispiele für kommerzielle nationale Lösungen.

Quellen: Astra Linux zu kompatibler Software und MyOffice; R7-Office-Dokumentation; Unterlagen zur russischen Importsubstitution. [ 1, 2, 3 ]

2. China

Betriebssysteme. Die zentralen Namen sind Kylin, openKylin und UOS sowie weitere Linux-basierte chinesische Distributionen. Kylin wird nach Angaben des Herstellers in Regierung, Energie, Verkehr, Finanzwesen und weiteren strategischen Bereichen eingesetzt. Kylinsoft beschreibt den Aufbau eines eigenständigen Hard- und Software-Ökosystems.

Open Source. China verfolgt eine besonders ausgeprägte Strategie, Open Source mit technologischer Eigenständigkeit zu verbinden. openKylin wurde 2023 als Chinas erstes Open-Source-Desktop-Betriebssystem veröffentlicht. Das Projekt wird als gemeinschaftlich entwickeltes chinesisches Betriebssystem positioniert. Gleichzeitig existieren kommerzielle bzw. proprietäre Varianten und Komponenten.

Office. WPS Office von Kingsoft ist ein zentraler chinesischer Ersatz bzw. eine Ergänzung zu Microsoft Office. Chinesische Behörden und staatliche Organisationen beschaffen WPS. Das zeigt erneut, dass die Souveränitätsstrategie nicht mit einer reinen Open-Source-Strategie gleichzusetzen ist.

Quellen: Kylinsoft; chinesische staatliche Informationen zu openKylin; Xinhua/Hunan Government; chinesische Beschaffungsunterlagen. [ 4, 5, 6, 7 ]

3. Nordkorea

Betriebssystem. Das zentrale bekannte nationale System ist Red Star OS. Es handelt sich um eine stark lokalisierte Linux-Distribution. Analysen älterer Versionen ordnen Red Star OS der Fedora-Linux-Familie zu. Das System wurde auf Restriktion und Kontrolle ausgelegt und enthält nordkoreanische Lokalisierungen sowie eigene Anwendungen.

Office. Red Star OS 3 enthielt Sogwang Office (SGOffice). Untersuchungen der mitgelieferten Dateien/Readmes weisen auf LibreOffice als Grundlage hin. Damit ist Nordkorea ein klares Beispiel für die Nutzung freier Software als technische Basis für ein eigenes nationales Produkt.

Strategie. Die verfügbare Evidenz spricht für eine sehr starke technologische Autarkieorientierung. Gleichzeitig sollte Red Star OS nicht mit einer vollständigen Durchdringung des gesamten nordkoreanischen IT-Sektors gleichgesetzt werden: belastbare aktuelle Nutzungsstatistiken sind kaum verfügbar und ausländische Hardware und Software werden weiterhin verwendet.

Quellen: Golem.de zur Analyse von Red Star OS 3 und Sogwang Office; LinuxCommunity zur Fedora-Basis älterer Red-Star-Versionen; weitere technische Literatur. [ 8, 9 ]

4. Iran

Betriebssysteme. Iran verfolgt seit längerem das Ziel, eigene bzw. lokalisierte Betriebssysteme aufzubauen. Ein dokumentiertes Beispiel ist Xamin, ein lokalisiertes Open-Source-Serverbetriebssystem auf Debian/Linux-Basis. Eine wissenschaftliche Untersuchung beschreibt die Entwicklung seit 2010 und die Freigabe einer ersten Version 2012. Einige Organisationen und staatliche Stellen setzten Xamin ein, eine breite Durchsetzung konnte jedoch nicht erreicht werden.

Open Source. Die iranische Strategie ist stark von Sicherheits-, Souveränitäts- und Sanktionsfragen geprägt. Die wissenschaftliche Untersuchung weist zugleich darauf hin, dass belastbare, umfassende Statistiken über die IT-Nutzung iranischer Behörden fehlen. Deshalb wäre es falsch, aus einzelnen lokalen Linux-Projekten auf eine flächendeckende Umstellung zu schließen.

Office. Für Iran lässt sich keine vergleichbar gut dokumentierte landesweite Ablösung von Microsoft Office feststellen. Microsoft 365 Online Services unterliegen Verfügbarkeitsbeschränkungen für Iran; daraus folgt jedoch nicht, dass lokal installierte Microsoft-Office-Produkte vollständig verschwunden sind.

Quelle: Saghafi, Noorzad Moghaddam & Aslani, ‘Examining effective factors in initial acceptance of high-tech localized technologies: Xamin, Iranian localized operating system’, Technological Forecasting and Social Change, 2017. [ 10 ]

5. Open Source versus technologische Souveränität

Die vier Länder sollten nicht einfach unter dem Schlagwort ‘Open Source’ zusammengefasst werden. Der übergeordnete gemeinsame Nenner ist die technologische Souveränität: Kontrolle über Betriebssysteme, Lieferketten, Updates, Daten und kritische Infrastruktur sowie geringere Abhängigkeit von US-amerikanischen und europäischen Herstellern.

Open Source ist hierfür besonders nützlich, weil ein Staat den Quellcode als Ausgangspunkt für eigene Distributionen und Komponenten verwenden kann. In der Praxis entsteht häufig ein Mischmodell: Open-Source-Basis → nationale Weiterentwicklung → Sicherheits-/Managementkomponenten → kommerzielles oder staatlich bevorzugtes Gesamtprodukt.

China und Russland haben diesen Ansatz besonders stark institutionalisiert. Nordkorea nutzt ihn in einem stärker abgeschotteten und kontrollierten Modell. Iran hat vergleichbare Ziele verfolgt, konnte nach der verfügbaren Literatur aber keine vergleichbare breite Durchsetzung erreichen.

6. Warum Office schwieriger zu ersetzen ist als das Betriebssystem

Bei Betriebssystemen können Staaten vergleichsweise gut auf Linux aufbauen. Office-Suiten sind dagegen tief in bestehende Arbeitsabläufe eingebettet: DOCX/XLSX/PPTX-Kompatibilität, Makros, Vorlagen, Schriftarten, Behördenformulare, Dokumentenarchive sowie Integrationen mit Verzeichnisdiensten, Mail-, Cloud- und Kollaborationssystemen.

Daher entstehen in Russland und China nicht einfach Kombinationen aus Linux und LibreOffice, sondern eigene kommerzielle bzw. staatlich bevorzugte Office-Produkte: etwa R7-Office/MyOffice in Russland und WPS Office in China. Nordkorea bildet insofern einen anderen Fall, da dort eine freie Office-Basis stärker lokalisiert wurde.

7. Gesamtfazit

Die Sanktionen haben die Tendenz zur technologischen Eigenständigkeit in den vier Ländern verstärkt, aber nicht erst erzeugt. Russland und China besitzen heute die sichtbarsten und institutionell am stärksten ausgeprägten nationalen Software-Ökosysteme. Beide nutzen Open Source intensiv, verfolgen aber nicht das Ziel, sämtliche staatliche Software unter freien Lizenzen zu veröffentlichen. Das strategische Ziel ist vielmehr die Verringerung kritischer Auslandsabhängigkeiten.

Nordkorea zeigt die konsequenteste Abschottungslogik, wobei Red Star OS und Sogwang Office bekannte Beispiele für die Nutzung von Linux bzw. LibreOffice als technische Ausgangsbasis sind. Für Iran sind lokale Linux-Projekte gut dokumentiert, die tatsächliche aktuelle Durchdringung staatlicher und wirtschaftlicher IT ist jedoch wesentlich schlechter quantifizierbar.

Hinweis zur Quellenlage

Die Angaben zu Russland und China stützen sich teilweise auf aktuelle Hersteller- und staatliche Beschaffungsinformationen. Solche Quellen belegen insbesondere Produktverfügbarkeit, Kompatibilität und Beschaffung, nicht automatisch eine vollständige landesweite Nutzung. Für Nordkorea und Iran sind unabhängige technische bzw. wissenschaftliche Quellen wichtiger; dort ist die Aussagekraft aktueller Nutzungsquoten begrenzt.

Website-Verifizierung in Mastodon

Kürzlich habe ich ein “neues” Feature entdeckt, wie man seine Website in Mastodon verifizieren kann. Einige meiner Follower und viele der “grossen” Accounts nutzen dieses Feature noch nicht, darum schreibe ich darüber…

Die Idee dahinter: In Mastodon kann man im Profil (s)eine Website hinterlegen und um zu beweisen, dass man dazu autorisiert bzw. der Besitzer dieser Website ist, wird diese dann als “verifiziert” markiert.

Das sieht dann in etwa wie folgt aus:

mastodon-verification

Wie macht man das: Im Header der Website fügt man seine “Mastodon-Adresse” / “mastodon handle” ein. Beispiel hier:

<head>
  ...
  <link rel="me" href="https://net.miaumuh.ch/@shinguz">
  ...
</head>

Sobald diese Änderung life geschaltet ist, kann man in Mastodon unter “Profil bearbeiten” / “Edit profile” ein “Zusatzfeld” / “Custom field” anlegen:

custom-field

und schon ist die Seite verifiziert.

Der Vorschlag von Mastodon, wie der HTML Tag auszusehen hat, hat bei mir zu hässlichen Darstellungsfehlern geführt.

IGOC Wildwasser-Woche auf dem oberen Allier

Paddelstrecken

Nachdem wir vor 2 Jahren auf der Simme den Tipp gekriegt haben, dass der obere Allier jetzt wieder befahrbar sei (Verbot aufgehoben) wollten wir das natürlich ausprobieren…

Übernachtung

Übernachtet haben wir auf dem schönen und ruhigen Camping Le Vivier (Koodinaten)

Essen

Gut gegessen haben wir:

Weitere Infos

reglementation
Monistrol-d'Allier bis Prades

base
Base d'eaux vives

gorges
Les Gorges du Haut-Allier

knowles
Peter Knowles: White Water Massif Central

Grabner Bootsreparatur

Bei der letzten Wildwasser-Tour auf der Urner-Reuss hat der rechte Schlauch meines Grabner Outsides plötzlich angefangen Luft zu verlieren…

Könnte ev. am Alter des Materials liegen da das Leck ungewöhnlich hoch liegt. Sieht nach einer Schürfung aus.

Da bereits am kommenden Wochenende eine Wildwasserwoche angesagt ist, muss das Boot schnell repariert werden. Wie geht man vor?

Grabner Boote bestehen, laut eigenen Angaben, aus “gutem” Gummi und nicht aus dem “bösen” PVC.

Für die Reparatur des Gummis gibt es:

  • 2-Komponenten Werkstattkleber mit Härter für grosse Klebestellen und Beschläge, sowie
  • Tubenkleber “Cement SVS-Vulc” für kleine Reparaturen.

Quelle: Reparatur und Pflege

Tubenkleber “Cement SVS-Vulc”

Den Tubenkleber von Rema Tip Top gibts im Boots-Fachhandel z. B. hier oder hier, im allgemeinen Handel, z. B. hier, im Radsport-Fachgeschäft z. B. hier oder direkt beim Hersteller Rema Tip Top.

Der Reperaturfleck und die Reparatur-Stelle müssen mit Grabner-Verdünner, Alkohol oder Wundbenzin gereinigt werden.

Quelle: Grabner Reparaturset

Der Grabner-Verdünner besteht laut Sicherheitsdatenblatt aus: Aceton, Ethylacetat (Essigester) und C6-C7 Alkanen (Benzin) wahrscheinlich jeweils ca. 1/3.

Und hier noch ein YouTube Video dazu: Grabner Boot kleben, Beschläge aufkleben.

Das Schleifpapier sollte eine Körnung von 40 bis 60 haben.

Quelle: Grabner Gebrauchsanweisung für Werkstattkleber

IGOC Kanu-Expedition nach Polen und ins Baltikum

Vorbereitung

Notizen zur Vorbereitung siehe hier.

Allgemeines

Um den 1. Juni beginnen in Polen die Sommerferien und die Hochsaison. Wenn ich sehe, was dort an Miet-Paddelinfrastruktur zur Verfügung steht, will ich NICHT zur Hochsaison dort sein!

Piława (Polen, 5 Tage)

Geplant war eigentlich die Drawa zu paddeln. Da uns der einheimische Tourenanbieter aber gesagt hat, dass es praktisch keine Möglichkeit gibt durch den Truppenübungsplatz zu fahren und für das Naturschutzgebiet zu dieser Jahreszeit (bis 30. Juni) keine Ausnahmen möglich sind, haben wir auf dessen Rat gehört und sind stattdessen die Piława gepaddelt.

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Tourenanbieter in Czaplinek

Der lokale Tourenanbieter in Czaplinek (Facebook, Webshop) hat leider weder deutsch noch englisch gesprochen (deepl.com sei Dank!), war aber sehr hilfreich.

Übernachtet haben wir auf dem Camping Czaplinek wo uns Aleksander sehr zuvorkommend betreut hat. Englisch und deutsch werden gesprochen.

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Camping Czaplinek Businesscard

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Camping Czaplinek

Gestartet sind wir am See Komorze:

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Jezioro Komorze - Der See Komorze

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Szlak Wodny Piławy - Der Piława-Wasserweg

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Pole Namiotowe Biała Kładka

Hier: Link und Link

  • Ausbootsstelle (Camp und Agroturystyka, Stanica u Stasia, Auto) Koordinaten

An der Ausbootsstelle konnten wir das Auto stehen lassen. Als wir angekommen sind haben wir noch eine Portion Warenyky gegessen, welche uns von der Bäuerin zubereitet wurde. Leider wurde weder englisch noch deutsch gesprochen.

Polen scheint, ähnlich wie Italien ein Agroturystyka-Angebot zu haben.

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Agroturystyka-Angebot

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Nadleśnictwo Wałcz - Ekosystem łąki - Das Ökosystem der Wiese

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Nadleśnictwo Wałcz - Woda i jej rola w przyrodzie - Wasser und seine Rolle in der Natur

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Übernachtungsmöglichkeiten in Czaplinek

Sobiepanka - Babieska Struga - Struga Spychowska - Krutynia (Polen, 3 Tage)

Gestartet sind wir beim PTTK Camping Sorkwity wo wir von Michał sehr zuvorkommend in englisch betreut wurden. Michał hat für uns auch die Logistik organisiert…

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Michał Bęczkowski
  • PTTK Camping Sorkwity (Einbootsstelle, Auto): Koordinaten
  • Übernachtung 1 (wild), Insel der Liebe: Koordinaten
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Nadleśnictwo Spychowo - Forstamt Spychowo

  • Übernachtung 2 (wild): Koordinaten
  • Übernachtung 3 PTTK Camping Zgon (Abbruch wegen Wind und Erschöpfung, Abholung): Koordinaten

PTTK (Polskie Towarzystwo Turystyczno Krajoznawcze - Polnischer Tourismus- und Heimatkundeverein) betreibt in Polen zahlreiche Campingplätze. Sie entspricht in etwa den Naturfreunden/SAC/DAV/ÖAV. Quelle: Wikipedia.de

Czarna Hańczą (Polen, 3 Tage)

Übernachtet haben wir auf dem Camping/Agroturystygzne “u Haliny”:

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Gospodarstwo Agroturystygzne "u Haliny" - Agrotourismus-Bauernhof "bei Halina"

Am Anfang fliesst die Czarna Hańczą durch einen Nationalpark. Für diesen muss man eine Eintrittskarte lösen (8 Zloty), welche man ebenfalls auf dem Camping erhalen kann:

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wigry3
Wigry Nationalpark Karta Wstępu - Eintrittskarte

Für die Logistik hat uns Michał Kapi Kajak (Karol Buraczewski) empfohlen. Der Vater konnte zwar weder englisch noch deutsch doch sein Sohn hat uns per Telefon übersetzt.

Gauja (Lettland, 5 Tage)

Übernachtet haben wir auf dem Camping Jaunzāgeri (Facebook). Die Logistik hat der Vater der Chefin übernommen.

Vor Sigulda befindet sich ein Naturschutzgebiet. Hier darf nur auf markierten Plätzen campiert werden, von denen es aber genügend hat:

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Ūdenstūristu apmetne „Grīviņi“ - Wassertouristen-Camp „Grīviņi“

Auf der Brasla paddeln die Einheimischen ebenfalls.

Ally Sattelsitz aufgepeppt

Ally Stecksitz

Ab 2010 ersetzte Ally den klassischen Trappersitz durch den neuen, ergonomisch geformten Stecksitz (Sattelsitz).

Dieser hat den Nachteil, dass er sehr schlecht zu meinem Hintern passt und somit sehr unbequem ist. Nach einem Tag tut der Hintern weh und nach mehreren Tagen überlegt man sich, was man dagegen tun kann…

Eine Yoga-Matte hilft

Im Sportgeschäft habe ich mir eine Yoga-Matte besorgt (ca. CHF 15.-), sie entsprechend zugeschnitten und mit Teppichklebband am Sattel festgeklebt.

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Yoga-Matte zugeschnitten ...

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... und festgeklebt

Nach 16 Tagen im Sattel sieht man, was Ergonomie bedeuten würde. Der Hintern tut jetzt nicht mehr so weh, dass ich mir noch darüber Gedanken mache. Die Matte doppelt so dick, wäre wahrscheinlich besser?

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Nach 16 Tagen im Einsatz

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Wenn man mit optischen Unschönheiten leben kann...

Zum Anpressen der Matte an den Sitz habe ich noch keine schlauere Idee gehabt als sofort drauf sitzen… Bzw. ich war zu faul mir Gedanken über ein passgenaue Gegenform zu machen.

Oder käuflich erwerbbar

Im Ally-Testcenter hat man einen Nachrüstsatz für die alten Trappersitze in einer verbesserten Version erstellt.

Literatur

Tagliamento und Stella 2026

Tagliamento

Logistik

Hotel Bella Venezia

Übernachtung im Hotel Bella Venezia, Via del Marinaio n. 1/3, I - 33053 Latisana (Udine / Friuli Venezia Giulia)

Man spricht englisch.

Albergo La Rosa

Auto stehen lassen im Albergo La Rosa, Via Paluzza 62, I - 33028 Tolmezzo (Udine)

Hier kann man gegen ein Entgelt das Auto stehen lassen. Mit Roberto sprechen.

CKF - Canoa Kayak Friuli

Lokaler Paddelclub:

Dieser hat uns Sirio als lokaler Kontakt fürs Kanu fahren empfohlen:

Weitere mögliche Kontakte: Selvatico Tours

Tagliamento

Pegel: https://monitor.protezionecivile.fvg.it/stazione/526

Wir sind bei einem Pegel (Venzone) von -30 cm losgefahren obwohl die Einheimischen gesagt haben es geht nicht. Es geht! Bis zur Versickerungsstelle. Dort war defintiv Ende!

Start in Tolmezzo: https://www.openstreetmap.org/?mlat=46.413883&mlon=13.006908#map=15/46.40640/13.00564

Ziel in Latisana: https://www.openstreetmap.org/?mlat=45.777195&mlon=12.992124#map=18/45.777195/12.992124

Alternative Einbootsstelle in Venzone : https://www.openstreetmap.org/?mlat=46.334918&mlon=13.135314#map=17/46.334918/13.135314

Zur Sicherheit haben wir ein Auto vor der Versickerungsstelle in Dignano sehen lassen: https://www.openstreetmap.org/?mlat=46.082571&mlon=12.929552#map=17/46.082571/12.929552

Dies soll in Italien nicht erlaubt sein (auf Staatsgrund). Die Idee war, dass wir die Versickerungsstelle mit dem Auto umfahren und bei Ponte della Delizia weiter paddeln.

Die Versickerungsstelle soll hier zu Ende sein: https://www.openstreetmap.org/?mlat=45.964381&mlon=12.909888#map=18/45.964381/12.909888

Verpflegung

Gut essen konnten wir:

Stella

Im Restaurant des Hotels Bella Venezia hat uns der Chef einen Tipp gegeben, dass der Fiume Stella wunderschön zum paddeln sein soll. Wir haben uns dann da hin auf den Weg gemacht (weniger als eine halbe Stunde von Latisana)…

Übernachtung

Le Fornaci del Zarnic Agriturismo, Via Francesco Petrarca 10, I - 33061 Flambruzzo (Udine), Besitzer: Federico Forgiarini

Sehr schön, sehr nett, Preise ähnlich wie bei uns.

Wir durften über das Gelände von Gianfranco Bernardi von La Regina del Bosco, Via F. Petrarca 15, I - 33061 Flambruzzo (Udine), Mobile: +39 339 643 47 36 einsteigen.

Beschreibung

Einstieg: https://www.openstreetmap.org/?mlat=45.889034&mlon=13.064828#map=19/45.889032/13.064827

Guter Einstieg in Ariis: https://www.openstreetmap.org/?mlat=45.872200&mlon=13.083704#map=19/45.872200/13.083704

Mittagsrast und guter Ein- und Ausstieg beim Pegel: https://www.openstreetmap.org/?mlat=45.836192&mlon=13.086340#map=18/45.836192/13.086340

Ab der Autobahn A4 wird der Fiume Stella langsam. Bis zur Autobahn hatten wir 5 Bäume zu überwinden. Ein Säge war nützlich…

Hier könnte man ausbooten: https://www.openstreetmap.org/?mlat=45.803473&mlon=13.074296#map=17/45.803473/13.074296

Hier hat es eine Ausbootsstelle: https://www.openstreetmap.org/?mlat=45.789614&mlon=13.079533#map=19/45.789614/13.079533

Hier empfiehlt es sich auszubooten: https://www.openstreetmap.org/?mlat=45.757748&mlon=13.062849#map=18/45.757748/13.062849

Letzte Ausbootsstelle vor der Lagune: https://www.openstreetmap.org/?mlat=45.734572&mlon=13.084801#map=18/45.734572/13.084801

Ausbootsstelle in Lignano Sabbiadoro: https://www.openstreetmap.org/?mlat=45.697147&mlon=13.142579#map=19/45.697147/13.142579

Verpflegung

Essen (gut und preiswert): Ristorante Pizzeria Al Fiume, Via Gabriele d’Annunzio 38, I - 33061 Flambruzzo (Udine)

Weitere Infos zum Fiume Stella

http://kayakinlowfvg.altervista.org/stella.html

https://www.youtube.com/watch?v=gusGcBSYbss

Ich wollte doch nur kurz gucken...

Wenn man in den geopolitisch turbulenten und hektischen Zeiten, wie jetzt gerade eben, etwas im Internet am Stöbern ist, stösst man auf einen (für mich) neuen Trend: Crowd-Prediction (Vorhersagen durch die Menschenmenge). Ähnlich wie in der Sport- oder Finanzwelt, geht man davon aus, dass die Prognosen der Massen präziser sind, als die Prognosen der Experten und die Propaganda der Mainstream-Medien. Dass man dabei das Ganze noch zum Wetten und Glücksspiel gebrauchen kann, hat mich eigentlich nur am Rande interessiert.

Ich wollte doch eigentlich nur mal ganz kurz gucken! Und dann das da:

nur-gucken
STOP!

Hier noch das Ganze als Text dazu:

STOP!

[informations en français] [informazione in italiano]

Die von Ihnen aufgerufene Internetseite enthält Geldspielangebote, die in der Schweiz nicht bewilligt sind. Es besteht keine Gewähr für eine sichere, transparente und sozialverträgliche Spielabwicklung. Der Zugang ist gemäss Art. 86 ff. des Bundesgesetzes über Geldspiele gesperrt.

Die folgenden Angebote sind von der Eidgenössischen Spielbankenkommission und von der interkantonalen Lotterie- und Wettkommission bewilligt. Die Erträge dieser Anbieter kommen ganz oder grösstenteils der Allgemeinheit (AHV, Kultur und Sport) zugute.

Bewilligte Angebote:

[Lotterien und Sportwetten] [Spielbanken]

Weitere Auskünfte erhalten Sie auf den Internetseiten der beiden Aufsichtsbehörden:

Naja, ehrlich gesagt, fängt es erst jetzt an mich richtig zu interessieren…

Steilvorlage: Ideales Trainingsgelände zum Preppen…

Nächster Tasks

  • VPN auf den PC! Auf dem Handy geht es schon, drum haben bei mir wohl bisher immer alle Webseiten funktioniert ohne dass ich was gemerkt habe…

Vielleicht sollte ich mich mal bei den Iranern, Chinesen, Russen und Nordkoreanern informieren, wie man mit dieser Situation am besten umgeht…? Die können das schon!

Nachtrag

Eine kleine Erinnerung am Rande: Das erste mal ist mir so was ähnliches in den 2010er Jahren in Antalya in der Türkei passiert. Ich bin auf irgendeine Website drauf gegangen und da kam definitiv NICHT die Seite, die ich erwartet hatte. Aber halt auf türkisch. Und ich keinen Plan. Also bin ich zur Rezeption gegangen und habe freundliche gefragt, was das bedeutet und ob er mir das übersetzten kann. Nach einem kurze Blick darauf hat mir der Typ an der Rezeption etwas verstört versichert, dass das schon richtig sei und ich da nicht drauf gehen soll… Mein erster Kontakt mit Zensur. Mal schauen, wie das weiter geht…

Quellen und Tipps: